Categories: 1. Damen 18-19 
      Date: 08.10.2018
     Title: Spielbericht 1. Damen

ASV SR Aachen - Polizei SV Köln 1 23:23

Dieser Vorabend-Tatort hielt was er vorher Versprochen hatte: Emotionen, Spannung, Dramatik, Enttäuschung, Härte, Liebe und ein unvorhersehbares Ende.



Die Kölnerinnen waren der erwartete schwere und unangenehm zu spielende Gegner. Dies konnte man von Beginn an spüren. Es lag eine gewisse Spannung in der Luft und statt zaghaftem Abtasten wusste man sofort, was das Stündlein geschlagen hatte. Nun galt es den robusten Abwehrriegel erfolgreich zu durchbrechen, dies gelang anfangs der ersten Halbzeit „eigentlich“ noch ganz gut, jedoch konnten wir den Ball aus aussichtsreichen Wurfpositionen nicht im Tor unterbringen. Entweder war ein Pfosten, die Torhüterin oder sonst ein Körperteil der Gegnerinnen im Weg. Trotz der steigenden Unsicherheit im Angriff standen wir in der Deckung stabil und ließen in der ersten Halbzeit nur zehn Gegentore zu und verkürzten den Abstand zu Köln letztlich auf zwei Tore. So gingen wir mit einem Halbzeitstand von 8:10 in die Pause.

Alle guten Vorsätze der Halbzeitansprache, waren binnen weniger Sekunden nach Anpfiff der zweiten Halbzeit verpufft. Die Kölnerinnen witterten ihre Chance auf einen Auswärtssieg und traten kräftig aufs Gaspedal. Klassisch überrumpelt, verloren wir die Kontrolle und ließen Köln gewähren. Köln zog unaufhaltsam auf 10:17 davon. Die Auszeit und ein paar taktische Änderungen halfen uns den D-Zug der Kölnerinnen zu bremsen und anschließend ganz zum Erliegen zu bringen. Was keiner für möglich hielt, schafften wir dennoch durch unseren unbändigen Willen und einer starken Moral. Auf einmal Stand die Deckung, vorne kam man zügig zum Torerfolg und so holten wir Tor um Tor auf. Ein wahnsinniger Kraftakt der mit Hilfe des super Publikums im Rücken geglückt war. Ab der 42. Minute waren es alle Spielerinnen die den Titel: „Mütter des Erfolges“ verdient gehabt hätten, denn jede kämpfte für jede, ob im Angriff, Deckung, Tor oder auf der Bank. Dennoch möchte ich den Titel: „Mutter des Erfolges“ an unsere Torhüterin Friederike Hahne aussprechen, die sich keine Auszeit nahm und uns mit tollen Paraden über das gesamte Spiel hinweg im Rennen hielt. So erkämpften wir uns ein verdientes Unentschieden 15 Sekunden vor Schluss. Den Kölnerinnen sah man die Enttäuschung an, hatten sie sich nach dem furiosen Beginn der zweiten Hälfte doch mehr ausgerechnet. So stand es am Ende 23:23 und wir feierten den einen Punkt, wie ein gewonnenes Spiel.

Persönlich gesehen war das ein Spiel ganz nach meinem Geschmack. In diesem Spiel war wieder alles vereint, was unseren Sport und die Menschen die ihn spielen so besonders machen. Danke für die tollen Worte und Wünsche und danke für eure wahnsinnige Unterstützung, ich werde euch vermissen…

Eure Pocke