19.11.2013

Für Egbert


Es ist einige Jahre her, dass ich Egbert kennengelernt habe, vor etwa zwanzig Jahren als Trainer und Jugendleiter der Handballjugend bei Schwarz-Rot Aachen.
Kategorie: Egbert
Erstellt von: sylvia

Er war ein Mensch zum Anlehnen und Aufschauen, ein Vorbild und doch immer auf Augenhöhe. Und mit dem Beginn meiner Arbeit in der Jugendabteilung trat ich in Fussspuren, die viel zu groß für mich sind.

Er half mir bei diesem Weg als ein Vorbild, ein Ratgeber, ein Kritiker, aber vor allem als ein unglaublicher Mensch. Für jede Frage hatte er eine Antwort - auch wenn es nicht immer das war, was ich hören wollte, und bei jedem Bericht konnte ich ihn fragen. Und jetzt muss ich alleine schreiben.

Aber noch viel mehr fehlt er den jugendlichen Handballern in unserer Abteilung, und der Verlust war in der Halle in jedem Moment fast körperlich greifbar. Auch wenn er in den letzten Monaten nicht mehr selbst beim Handball sein konnte, so kam die Handballbegeisterung zu ihm, gebracht von seinen, die dank seiner Arbeit, aber vor allem aufgrund seiner menschlichen Wärme zu Handballverrückten geworden waren. Für sie und für jeden aus dem Handballsport stand die Tür zu seinem Zimmer und zu seinem Herzen auf. Und zu wissen, dass diese Türe jetzt für immer geschlossen sein wird, erfüllt den ganzen Verein mit tiefer Trauer.

Aber in all den Jahren hat Egbert uns allen viel gelehrt und für uns viel geschaffen. Im Gedenken an seine Mission „Wir spielen Handball nicht zur Selbstbefriedigung“ wollen wir den Handballsport in seinem Sinne lebendig halten, nicht nur als Freizeitbeschäftigung, nicht nur als sportliche Ertüchtigung, sondern auch als eine soziale Institution, die für viele Jugendliche nicht mehr wegzudenken ist aus dem wöchentlichen Leben.

Anna Knippert